Im Rahmen des Speedmarathons am 15. April 2026 wurden an über 230 Messstellen in Hessen 352.004 Fahrzeuge gemessen. Im Einsatz befanden sich über 570 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen.
Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte trotz der angekündigten und zuvor veröffentlichten Messstellen 10.248 Geschwindigkeitsverstöße fest. Dies entspricht einer Beanstandungsquote (Verhältnis von Fahrzeugen, die zu schnell fuhren, im Vergleich zu allen gemessenen Fahrzeugen) von rund 2,9 Prozent.
Auf 103 Fahrerinnen und Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, kommt nun ein Fahrverbot zu. In 39 Fällen leiteten die Kontrollierenden Strafverfahren ein, es wurden zu Beweiszwecken 44 Blutentnahmen durchgeführt.
Auf ein Strafverfahren muss sich ein Raser in Wiesbaden einstellen. Der Mann war nachmittags im Bereich einer Schule in der Stegerwaldstraße mit gemessenen 70 km/h (Toleranz bereits abgezogen) in einer 30er-Zone nicht nur viel zu schnell unterwegs. An seinem Fahrzeug hingen zudem Kennzeichen eines anderen Autos. Im Laufe der Kontrolle ergaben sich ferner Hinweise darauf, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss am Steuer saß. Fast hätte er den Anhalteposten der Polizei übersehen, der ihn aus dem Verkehr zog. Seine Fahrt war beendet. Der Mann musste mit zur Dienststelle. Nach einer Blutentnahme und Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er diese wieder verlassen.
Einsatzkräfte in Frankfurt am Main stoppten einen Lamborghini. Dessen Fahrer war (bereits mit abgezogener Toleranz) auf der Hanauer Landstraße mit 88 km/h statt erlaubter 50 Stundenkilometer unterwegs. Neben zwei Punkten und 260 Euro Bußgeld muss der Mann nun auch einen Monat lang zu Fuß gehen.